JaSMinBerlin trifft sich einmal im Monat zum Plaudern, Ausprobieren, Spielen, … oder nur Schauen.
Meistens gibt es ein Thema – zum theoretischen Austausch oder zum praktischen Probieren und Üben. Die geplanten Themen findet ihr direkt links.

Uns gibt es schon seit vielen Jahren in wechselnden Locations. Das Angebot lebt von denjenigen, die kommen und sich einbringen. Wir sind eine offene Gruppe FLIT, die bezüglich BDSM neugierig … spielend … erfahren sind. Neue sind immer willkommen.

Wann: 1. Mittwoch im Monat
Einlass ab 19 Uhr
Thema um 20 Uhr
Ende um 24 Uhr
Wer: Eingeladen sind alle Frauen, Lesben, Trans und Inter.
Es gilt die Selbstdefinition.
Cis-Männer (Menschen, die bei Geburt als männlich eingeordnet wurden und sich als Männer fühlen und in männlicher Geschlechtsrolle leben) sind nicht eingeladen.
Wo: Achtung! Update (2018-10-17)
Location für den Abend bitte auf Terminseite checken!

Wieder im alten Zuhause, aber an neuem Ort.
Quälgeist Berlin e.V.
Lankwitzer Straße 42/43 – 12107 Berlin
Zugang direkt an der Straße, Location im 1. OG
€ Tagesmitgliedschaft für den Verein 7 Euro
exklusiv für JaSMinBerlin = FLIT, kein Dresscode.
Je nach Workshop sind Teile der Play-Area reserviert für das Thema (siehe Beschreibung zum Termin), es sollte aber auch Platz für private Spiele sein.
Der Barbereich ist rauchfrei, die Spielräume sowieso.
Rauchmöglichkeit vorhanden.

Sprache und Kommunikation

In der Regel sprechen wir bei unseren Themenabenden Deutsch. Bei Bedarf finden sich erfahrungsgemäß immer Leute, die gern (ins Englische) übersetzen. Wir wünschen uns eine geschützte Atmosphäre und legen daher Wert auf einen ruhigen wertschätzenden Kommunikationsstil. Alle sollen die Chance haben zu verstehen, zu sprechen, zu fragen und Erfahrungen auszutauschen.

Lust und Laune

Das Besondere bei unseren Treffen sind die vielfältigen Möglichkeiten. Auch wer sich für Thema des Abends nicht interessiert oder spontan andere Bedürfnisse verspürt, ist herzlich eingeladen. An der Bar oder im Rauchbereich können parallel private Gespräche stattfinden. Und selbst wenn es praktisches Programm gibt, ist noch Platz für eigene Spiele. So ist sowohl ein Miteinander als auch ein Nebeneinander möglich.

Themenabende

Die Themen sind als Planungen zu verstehen, personelle wie inhaltliche Änderungen sind möglich. Wenn dies kurzfristig ist (z.B. wegen Krankheit), kann nicht versprochen werden, dass Ersatz organisiert werden kann und/oder darüber auf der Internetseite oder bei Fetlife informiert wird. In jedem Fall findet das Treffen statt und ggf. entscheiden die Anwesenden spontan, wie sie die Zeit miteinander verbringen und wozu sie der Quälgeist als Ort inspiriert.

Infos über die Themenabende von JaSMinBerlin

Die Daten und ausführlichen Beschreibungen zu den Themen findest du am Besten auf dieser Internetseite.
In der Siegessäule stehen wir im Kalender unter der Rubrik „Sex / Quälgeist“ und außerdem in den Kleinanzeigen bei „Frauenlust“.
Bei Fetlife (dem sozialen Netzwerk für Kinkys) gib es eine Gruppe, wo du auch kommentieren und mit anderen Kontakt aufnehmen kannst: JaSMinBerlin bei Fetlife

Lust auf Respekt

Wir wünschen uns einen verantwortlichen Umgang in der BDSM-Szene. Zu diesem Zweck haben wir immer wieder „Spielregeln“ diskutiert und formuliert. Die aktuelle Playparty-Vereinbarung ist bei uns Konsens, sie gilt für die Osterkonferenz und bei vielen anderen Veranstaltungen: SchMacht Playparty-Vereinbarung

Mehr Lust auf mehr Respekt
Nacktheit / Sichtbarkeit von Genitalien

Anfang des Jahrtausends wurde dieser Stammtisch von kinky Lesben gegründet. Über die Jahre öffnete sich die Einladungspolitik bis hin zu der heutigen. Eingeladen sind aktuell alle Frauen, Lesben, Trans und Inter (FLIT), wobei die Selbstdefinition gilt.
Der Wunsch ist, dass alle sich wohlfühlen können, sei es miteinander oder nebeneinander. Das ist nur möglich, wenn alle sich ein bisschen einschränken und alle Empathie für die Situation der anderen haben im Vertrauen, dass die Rücksichtnahme gegenseitig ist. Basis sind Respekt, Fairness und last but not least die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten.

Bar keine unbekleideten Genitalien (schon aus hygienischen Gründen)
auch nicht in Bereichen wo Aftercare stattfindet oder in Durchgängen
Playbereich Alle werden um Diskretion und Rücksichtnahme gebeten:
die einen drehen sich weg, die anderen gucken weg.
Das schränkt Voyeurismus / Exhibitionismus und Peergroup-Feeling ein,
aber wir hoffen, es ist ein fairer Kompromiss für alle.
Workshops bitte Ankündigung beachten, wenn möglich gibt es Kleingruppen
Mehr dazu siehe unten („Gesammelte Traditionen“ Punkt 10.)

Neu bei JaSMinBerlin

Ganz neu oder ziemlich neu und ziemlich viele Fragen? Ob neu beim Stammtisch JaSMinBerlin, neu in der ganzen BDSM-Thematik, neu damit außerhalb der eigenen 4 Wände oder neu in der FLIT-Community – du bist herzlich willkommen! Eingeladen sind nicht nur „total“ neue, sondern auch „relativ“ neue … und alle, die sich „neu“ fühlen.
Wir bieten immer wieder Themenabende speziell für neue an, schau in unseren Kalender oder frag gern per Mail nach, wenn es kein konkretes Datum gibt.
Selbstverständlich kannst Du auch gern einfach so zu JaSMinBerlin kommen!
Wenn du Fragen hast, gibt es erfahrungsgemäß gibt es immer Menschen, die gern Auskunft geben und Tipps haben!

Weitere Locations und Events in Berlin

Viele von uns besuchen regelmäßig Playpartys für FLIT oder Queers, zum Beispiel im Quälgeist.

Außerdem gibt es jährlich in Berlin die Osterkonferenz als Non-Profit-Event, organisiert von und für die BDSM-Lesben-Community: Workshops und Austausch zu kinky Themen, Playpartys, gemeinsam die Tage und Nächte um Ostern herum lustvoll gestalten.
Ein neues Team ist dabei, das Treffen an Ostern 2018 vorzubereiten.
Osterkonferenz 2018

Für weitere Infos schreibt uns: kinky@jasminberlin.de

„Gesammelte Traditionen“

Während all der Jahre hat sich bei den „Stammgästen“ zu vielen Punkten ein gemeinsames Verständnis herausgebildet. Die wichtigsten Punkte haben wir 2014 aufgeschrieben. Künftig möchten wir diese „Traditionen“ etwa alle anderthalb Jahre auf ihre Aktualität prüfen.

1. Themenabende sollen grundsätzlich für alle daran Interessierten wie auch für spontan hereinschneiende Gäste offen sein. Eine inhaltliche Eingrenzung ist nicht nur möglich, sondern naturgemäß Sinn der Sache, wenn es ein Thema gibt.
2. Bei „theoretischen“ Abenden diskutieren wir – unabhängig von der körperlichen Position –auf Augenhöhe. Bei den praktischen Abenden ist jede Art von Dynamik möglich.
3. Unser Umgang miteinander orientiert sich an der SchMacht Playparty-Vereinbarung (siehe oben).
4. Themenvorschlag, Moderation und Fachwissen sind unabhängig voneinander. Jede_r kann ein Thema vorschlagen ohne es moderieren zu müssen. Wir schauen dann zusammen, ob sich eine ein_e Moderator_in mit – falls nötig – entsprechendem Fachwissen für ihr Wunschthema findet.
5. Der inhaltliche Fokus liegt im Rahmen von BDSM auf Themen, die für Frauen, Lesben, Inter und Trans relevant sind.
6. Für Internetseite und Rundmail brauchen wir einen kurzen Ankündigungstext für das Thema. Das Orga-Team informiert die_den Moderator_in, was sich bewährt hat, hilft bei Bedarf und gibt Feedback zum Entwurf.
7. An zuvor angekündigten Planungsabenden einigen wir uns auf Themen für die kommenden Monate. Wünsche vorab per Mail sind möglich. Entscheiden tun die, die da sind.
8. In Bezug auf inhaltliche und organisatorische Fragen haben wir dem Orga-Team die vorläufige Entscheidungskompetenz beziehungsweise ein Vetorecht für dringliche Situationen übertragen. Ob ein solcher Punkt im größeren Rahmen debattiert werden soll, liegt im Ermessen des Orga-Teams und der Betroffenen.
9. Entscheidungen von JaSMinBerlin beruhen auf einer offenen Diskussion und werden von denen getroffen, die an dem Abend da sind. Wenn es etwas zu besprechen/entscheiden gibt, wird das nach Möglichkeit mit zeitlichem Vorlauf angekündigt.
10. Ergänzung 04.10.2017

Umgang mit Nacktheit / Sichtbarkeit von Genitalien

Anfang des Jahrtausends wurde dieser Stammtisch von kinky Lesben gegründet. Über die Jahre öffnete sich die Einladungspolitik bis hin zu der heutigen. Eingeladen sind aktuell alle Frauen, Lesben, Trans und Inter (FLIT), wobei die Selbstdefinition gilt.
Mit dieser Einladung sind auch Menschen einbezogen, die Genitalien haben, die im gesellschaftlich dominanten Verständnis als Penis wahrgenommen werden. Die Frage nach der Sichtbarkeit dieser Genitalien löst vor allem bei Workshops und in Spielsituationen bei vielen von uns starke Emotionen aus.
Am 04.10.2017 wurden unterschiedliche Positionen, Meinungen und Gefühlslagen zu diesem Thema darstellt und in Kleingruppen Lösungsvorschläge und Kompromissmöglichkeiten ausgearbeitet. Statt wie geplant eine Abstimmung zu machen hat sich in der Diskussion folgendes Resümee als Konsens entwickelt, erst mal als Übergangslösung zum Ausprobieren:

JaSMinBerlin ist als Format in Berlin einmalig und insofern in einer Sondersituation. Es gibt unterschiedliche Partys mit unterschiedlichen Zielgruppen und Türpolitiken, aber nur ein regelmäßiges monatliches Treffen als Stammtisch mit Workshops und Spielmöglichkeit für FLIT.
Wir haben festgestellt, dass niemand andere verdrängen oder ausgrenzen möchte – es sich aber leider genauso anfühlen kann. Auch gibt es nicht eine einzelne betroffene Gruppe, sondern betroffen fühlen sich viele, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Das wahrzunehmen ist wichtig für alle.

Die Stimmung war deutlich, dass eine Aufspaltung nicht gewollt ist und bedauerlich wäre. Wir hoffen, der folgende Kompromiss kann die Situation für alle entspannen.
Räume zu bezeichnen (was ist wo erlaubt / verboten) oder Sichtblenden zu installieren, wurde als nicht praktikabel verworfen. Statt Zugang zu Räumen zu limitieren, wollen wir versuchen, durch umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten die Situation für alle zu entspannen.
Der Wunsch ist, dass alle (FLIT / Selbstdefinition) sich wohlfühlen können, sei es miteinander oder nebeneinander. Alle sollen sich eingeladen, willkommen und sicher fühlen. Das ist nur möglich, wenn alle sich ein bisschen einschränken und alle Empathie für die Situation der anderen haben und vertrauen, dass die Rücksichtnahme gegenseitig ist. Basis sind Respekt, Fairness und last but not least die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten.

Mit Hinweis auf die SchMacht-Playpartyvereinbarung wurden diese Regeln abgewägt:

Voyeurismus und Exhibitionismus sind für viele ein Motiv für die Partyteilnahme. Auch hier ist Umsicht angesagt.
Wenn hingegen eine Szene nicht dem eigenen Geschmack entspricht, kann weggeguckt werden.

Im Bewusstsein, dass unterschiedliche Genitalien nicht gleich sind, hat sich die Diskussion so entwickelt, alle gleichberechtigt zu meinen.
Trotzdem ist auch wegen der lesbischen Wurzeln von JaSMinBerlin nicht zu ignorieren, dass die Bedeutung von Genitalien je nach sexueller Identität und Orientierung nicht gleich ist. Auch ist nicht nur im Alltag unübersehbar, dass es z.B. bezüglich Macht und Dominanz Unterschiede in der Symbolkraft gibt.
Durch die gleichberechtigte Betrachtung bei JaSMinBerlin stellt sich damit auch nicht mehr die Frage nach der Zuordnung bezüglich sex/gender, was die Erweiterung des Publikums von Lesben und Frauen um Trans und Inter würdigt.

Bar keine unbekleideten Genitalien (schon aus hygienischen Gründen)
auch nicht in Bereichen wo Aftercare stattfindet oder in Durchgängen
Playbereich nackte Genitalien nur hier (nicht Bar / Flur / After Care Bereich)
Alle werden um Diskretion und Rücksichtnahme gebeten.
Beide Seiten gehen aufeinander zu im Sinne von wenden sich ab:
die einen drehen sich weg, die anderen gucken weg.
So können hoffentlich Lesben und Trans/Inter jeweils für sich
Spaß haben ohne sich belästigt / eingeschränkt zu fühlen.
Das schränkt Voyeurismus / Exhibitionismus und Peergroup-Feeling ein,
aber wir hoffen, es ist ein fairer Kompromiss für alle.
Workshops klare Kommunikation (Ankündigung, Begrüßung)
was passiert, wer ist eingeladen, welche Regeln gelten
Kleingruppen zur Trennung nutzen wenn möglich
Themen Aspekte bei der Wahl der Themen bedenken

Konsens ist der Wunsch, dass es die Treffen für alle FLIT nach der bisherigen Einladungspolitik weiterhin gibt. Darüber hinaus könnte überlegt werden, unter dem symbolischen Dach von JaSMinBerlin zusätzlich separate Treffen für einzelne Gruppen ins Leben zu rufen, um die Vernetzung untereinander zu stärken.

Danke an alle, die dabei waren und den Mut hatten, sich gegenseitig zuzuhören, mitzufühlen, zusammen zu überlegen und einen gemeinsamen Kompromiss zu entwickeln. Sich bei diesem sensiblen Thema face to face zu begegnen war auch ein Gewinn für die Sozialkompetenz der Szene!